Geschichte

Geschichte ist kein totes Ding,
nur Abfolge von Zahlen und Fakten.
Geschichte lebt, sie ist unser Leben!
Man lernt sie nicht auswendig,
sondern versteht sie, denn sie ist ein ewiger Fluss und
der Schlüssel zu unserer Zukunft!

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Löbau historische Ansichten

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Bücher Löbau und Umgebung

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Museum Löbau

Das in der Johannisstraße gelegene Oberlausitzer Sechsstädtebund und Handwerkermuseum - kurz: Stadtmuseum Löbau - bietet auf einer Ausstellungsfläche von 540 qm Exponate zur Geschichte der Stadt Löbau, des Sechsstädtebundes sowie des Oberlausitzer Handwerks repräsentativ an. Zusätzlich werden über das gesamte Jahr wechselnde Sonderausstellungen eingerichtet.

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Stadtmuseum Löbau

Stadtarchiv Löbau

Akten, Urkunden und Stadtbücher entdecken sie im Stadtarchiv Löbau.

Mit über 8000 Urkunden besitzt es eine der reichhaltigsten sächsischen Sammlungen an Handschriften und Zeugnisbriefen.
Sie finden das Archiv im Technischen Rathaus (ehem. Preuskerschule) auf der Johannisstraße 1a.

 

Öffnungszeiten:
Dienstag von 09.00 bis 18.00 Uhr
Tel.: 03585 450 370

Schießscheibe 1912 im Stadtarchiv
Vitrine im Stadtarchiv

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History Löbau - Chronik der Stadt am Berge

Eine Auswahl wichtiger Ereignisse

 

Rund 1100 v.Chr. findet auf dem Schafberg in der jüngeren Bronzezeit die erste Besiedlung auf hiesigem Terrain statt. In einer Ringwallanlage leben hier über rund 100 Jahre ungefähr 1000 Menschen. Sie werden der Lausitzer Kultur zugerechnet.

 

Bis 400 n.Chr. bevölkern germanische Stämme das Land der jetzigen Oberlausitz. Ob sie sich im Gebiet des heutigen Löbau niederlassen, kann bis dato nicht nachgewiesen werden.

 

Im 7. Jahrhundert nehmen, im Zuge der Völkerwanderung, slawische Stämme (Milzener) Besitz von der Oberlausitz. Auch um Löbau entstehen Siedlungen, z.B. im Areal des heutigen Altlöbau. Übrigens: Die Behauptung, Löbau sei bereits im Jahre 706 gegründet worden, gehört ins Land der Legenden.

 

Ende des 12. Jahrhunderts wandert verstärkt deutschstämmiges Volk in die Oberlausitz ein. Es kommt hauptsächlich aus Franken und Thüringen, erhält Land und lebt fortan friedlich mit der hier ansässigen slawischen Bevölkerung zusammen.

 

1221, am 24. Juni, findet Löbau, in einer Urkunde des Meißner Bischofs Bruno II., erstmals Erwähnung als Opidum Lubaw. Eine anderer Gründungsbeleg existiert nicht, bzw. nicht mehr. Die Stadt dürfte aber kaum mehr als 50 Jahre älter sein.

 

Ab 1306 entsteht durch die Ausdehnung der Gerichtsbarkeit auf Dörfer in der Umgebung das "Weichbild" der Stadt. Der Kottmarwald wird 1311 erworben.

 

1336 ist das erste Mal von einem Franziskanerkloster und der dazugehörigen Johanniskirche zu lesen.

 

1346, am 21. August, wird in Löbau der Oberlausitzer Sechsstädtebund gegründet. Löbau ist also Konventort, in dem auch später normalerweise die Zusammenkünfte stattfinden.

 

1429, am 01. Januar, belagern Hussiten die Stadt und bestechen einen Brauknecht, Feuer zu legen. Fast die gesamte Stadt fällt den Flammen zum Opfer und verliert beinahe ihre Existenz. Durch die Fürsprache der Gölitzer wird Löbau jedoch wieder aufgebaut.

 

Löbau in alten Ansichten

 

1547, am 5. September, kommt es zum sogenannten Oberlausitzer Pönfall. Böhmenkönig Ferdinand I. entzieht den Sechsstädten, darunter Löbau, wegen angeblich nicht erbrachter Kriegsdienste und anderer Vergehen alle Privilegien und städtischen Landgüter.

 

1635, zum 30. Mai, kommen die Lausitzen, so auch Löbau, durch den Prager Frieden an Sachsen. Die Löbauer huldigen 1637 ihrem neuen Landesherren, Kurfürst Johann Georg I., der bei dieser Gelegenheit sogar in Löbau übernachtet.

 

1708 gründen einige Leinwandhändler eine "Handlungs-Societät". Die Leineweberei erlebt eine Blütezeit, nicht zuletzt auch durch den Handel nach Übersee.

 

1710, 22. Oktober, Stadtbrand. Große Teile der Stadt, einschließlich des Rathauses, werden vernichtet. Das Rathaus wird bis 1714, so wie wir es heute noch bewundern können, wieder aufgebaut.

 

1738, am 24. August, feierliche Einweihung des ersten hölzernen Ausflughäuschens, mit darunter liegendem Keller, auf dem Löbauer Berg.

 

1785 wird zum ersten Mal in Löbau der Sächsische Postillon herausgegeben. Er entwickelt sich zur regionalen Tageszeitung und erscheint bis Mai 1945.

 

1813 ist ein schlimmes Kriegsjahr. Aus Russland zurückflutende Truppen schleppen Krankheiten ein. Viele Löbauer sterben an Typhus. 09. September: Gefecht in Ebersdorf zwischen russischen und polnischen Truppen.

 

1821 wird ein Bataillon sächsische Infanterie in Löbau stationiert. Die Soldaten bleiben bis 1831 hier.

 

1835 entsteht die erste Rot- und Buntgarnfärberei des Kaufmanns Hildebrand in Tiefendorf. Sie ist quasi der Auftakt für eine sich in den folgenden Jahren prächtig entwickelnde Textilindustrie.

 

1846, 23. Dezember. Eröffnung des Teilstückes Bautzen - Löbau der Bahstrecke Dresden - Görlitz.

 

1854, 09. September. Einweihung des gusseisernen König Friedrich August Turmes auf dem Löbauer Berg durch Friedrich August Bretschneider, dem Financier des Bauwerkes.

 

1859, 01. April. August Förster läßt sich in Löbau nieder und baut in einem Hinterhaus sein erstes Klavier. Noch heute werden die weltbekannten Förster-Flügel und -Painos in Löbau hergestellt.

 

1867, garnisoniert wieder ein Bataillon sächsische Infanterie in Löbau. Es zieht 1869 nach Zittau um.

 

1895, 02. September. Einweihung der Siegessäule zum 25. Jahrestag der Schlacht bei Sedan. Im darauf folgenden Jahr wird der Siegeshain (heute Friedenshain) bepflanzt.

 

1896, im Frühjahr, legt der Löbauer Baumeister Bruno Berthold den Grundstein für ein neues Berghotel, den Honigbrunnen. Einem, nach seiner Wiedereröffnung im Jahre 2006, bis heute beliebten Ausflugslokal auf dem Löbauer Berg

 

Panoramabild um 1900

 

1913, 10. April. Grundsteinlegung für die Jägerkaserne. Das Jägerbataillon Nr.12 zieht, wegen Ausbruch des I. Weltkrieges, aber nie ein. 1963 wird hier eine Offiziers(hoch)schule gegründet. Löbau entwickelt sich bis 1991 zu einem der größten Militärstandorte Europas, was sich nachhaltig auf die Stadtenwicklung auswirkt.

 

1933 wird das vom Architekten Hans Scharoun entworfene Haus Schmike fertiggestellt. Es gehört zu den bedeutendsten deutschen Architekturschöpfungen zwischen den Weltkriegen.

 

1945 werden, kurz vor Kriegsende, wichtige Brücken (der Eisenbahnviadukt, die Weißenberger- und Hindenburgbrücke) gesprengt und einige Häuser zerbombt. Die Stadt selbst wird jedoch kampflos übergeben.

 

1950 wird das Stadion der Jugend, mit einer Platzkapazität für bis zu 5.000 Besucher, eröffnet. Im 19. Jahrhundert befand sich hier die Bürgerschützenwiese. Daran erinnert bis heute das Schützenhaus (gegenwärtig als Kulti bekannt).

 

1960 beginnen die Bauarbeiten für das Wohngebiet Löbau-Süd. Es folgen in den 1970er Jahren Löbau-Nord und in den 1980er Jahren Löbau-Ost.

 

1988 wird auf dem Schafberg ein 162 m hoher Sendeturm (Fernsehturm) für UKW, TV und Richtfunk in Betrieb genommen. Leider betoniert man durch diesen Bau einen großen Teil der alten Ringwallanlage zu.

 

1990 schließen mit der Wende nach und nach viele Betriebe ihre Pforten. Die Textilindustrie verschwindet völlig aus Löbau. Mit der Stadt Ettlingen wird eine Städtepartnerschaft vereinbart. In den nächsten 10 Jahren wird Schritt für Schritt die gesamte Innenstadt saniert.

 

1991 wird anläßlich der 770-jahrfeier in Löbau der Oberlausitzer Sechsstädtebund, durch die feierliche Unterzeichnung einer Urkunde, wieder ins Leben gerufen.

 

1994, 09. September. Genau zum 140. Jahrestag seiner Einweihung wird der gusseiserne Turm auf dem Löbauer Berg, nach vollständiger Sanierung, im Beisein des Sächsischen Ministerpräsidenten wieder der Öffentlichkeit übergeben.

 

2000, ab dem 01. Januar, wird Löbau Große Kreisstadt.

 

2012 ist Löbau, auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik und im Tal des Löbauer Wassers, Gastgeber der 6. Sächsischen Landesgartenschau.

 

Historische Karte von Löbau

Ein Ausschnitt der historischen Karten von Löbau aus dem Jahre 1773. Angefertigt hat sie Hauptmann Johann Ernst von Carpentier aus Görlitz. Die wichtigsten Gebäude, Tore und Türme der Stadt sind rot gekennzeichnet. Außerdem ordnete von Carpentier jedem Haus seinen Besitzer zu und verzeichnete Gassen sowie Plätze namentlich. Die Karte, sie hängt im Stadtarchiv Löbau, ist ein seltenes Dokument jener Zeit, von dem nur wenige erhalten blieben. Wer einmal unser Stadtarchiv und -museum besucht, wird sicher noch einige mehr entdecken.

Erklärungen zur Karten auf der Seite loebaufoto.de

Jubiläen und Jahrestage

Historische Karte der Oberlausitz

Wie groß ist die Oberlausitz?
Am 21. August 1346 gründeten die Städte LöbauBautzenZittauKamenzLauban (heute Luban) und Görlitz den Oberlausitzer Sechsstädtebund in Löbau. Ein Bund in einer alten Kulturlandschaft, dem ehemaligen Markgraftum Oberlausitz,  das bis 1635 zu Böhmen gehörte und danach als Kriegspfand an Sachsen ging. Wo aber verlaufen dessen Grenzen? Gehört Görlitz wirklich zu Schlesien, wie uns heute weisgemacht werden soll oder kann es gar, so widersinnig es auch ist, eine "Schlesische Oberlausitz" geben? Eine 1727 erschienene, von George Schreiber in Kupfer gestochene, farbenprächtige Karte erhalten Sie bei amazon!

Karten Ober- und Niederlausitz